Bilder von W. Thun

Aus dem Nachlass von Walter Thun

DER MALER WALTER THUN

In Erfurt in Thüringen aufgewachsen, studierte er zunächst Malerei und Grafik an der Kunstschule in Erfurt. Seine Begeisterung für Wandmalerei führte ihn auf der Wanderschaft zu Meistern der Kirchenmalerei. Hier begann nicht nur sein Ringen mit dem Material Untergrund und Farbe. sondern auch die Auseinandersetzung mit dem meist religiösen Motiv. Er lernte, mit Hühnereiweiß und Bienenwachs Farben herzustellen. die die Farben auch noch im Dämmerlicht der Kirche zum Leuchten brachten. Die Kriegsjahre unterbrachen diese Tätigkeit. doch fand er zuweilen Möglichkeiten in die dunkIen Ereignisse durch Wandmalereien Farbe und Licht zu bringen.

Nach den Jahren der Zerstörung entdeckte er die Natur ganz neu. Im Aquarell versuchte er neue Techniken zu entwickeln, die dem Bedürfnis seiner Ausdrucksmöglichkeiten entgegenkamen. Goethes Farbenlehre inspirierte ihn und ließ ihm die Entstehung der Farbe aus dem Kampf zwischen Licht und Finsternis zum lebendigen Erlebnis werden. Dieses Leitmotiv bestimmt die Farbengestaltung in den Darstellungen sowohl der Natur als des Menschen.

Auch im Umgang mit dem 0| nahm er diesem seine Dichte und Schwere und durch neu entwickelte Schichttechnik brachte er die Farbe zum Leuchten. In diesem Ringen mit dem Material um die Gestaltung der Farbe ist ihm das Motiv, das er darstellt. nicht gleichgültig. Fast meditativ versucht er sich mit der Natur auseinanderzusetzen, in sie einzudringen. das Schöpferische in ihr in seinen Bildern zum Ausdruck zu bringen. Wind und Wetter. Sonnenschein. Wasser und Erde antworten seinem liebevollen, devoten Bemühen und las sen ihn zu metaphysischem Hintergrund dieser Elemente finden, die ihn zur Farbengestaltung drängen. In diesem Üben wird die Pflanze für ihn transparent, sodass er, mit ihr verbunden „Wesenhaftes“ in die Bildgestaltung einfügen kann. In der Darstellung der Tiere kann er übersinnlich-Seelenhaftes mit einfließen lassen. das dem Beschauer das wahrhaftige der Tierheit näherbringen kann.

Im Menschen versuchte er das Edle. das Gute, das über das Niedere herausragende zum Lichten umgewandelte „Höhere“ zur Darstellung zu bringen. Dieses Bemühen führte ihn dann auch oft zu religiösen Motiven zurück. So ist jede seiner künstlerischen Arbeiten ein mikrokosmischer Teil eines harmonischen, makrokosmischen Ganzen.

Sie können die untenstehenden Bilder von Walter Thun als Druck (Bild 1 – 25  Größe 35×50 cm, Bild 26-72 Größe 40×50 cm, Papier- Kartonqualität ist unterschiedlich und nicht wählbar) bestellen. Schicken Sie dafür bitte eine Mail mit der jeweiligen Bildnummer und der Versandadresse an: thunverlag@aussaattage.de, oder nutzen Sie unser Kontakt Formular.

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